Neuer Gospelchor

In unserer Kirchengemeinde gibt es ein neues Angebot: Frau von Fuchs-Nordhoff gründet einen Gospelchor. Die erste Probe ist am 2. März 2015 in der Heiliggeistkirche Pattonville.

Nachgefragt 'Jeder Pott hat seinen Deckel' aus der KWZ vom 6.Februar 2015. Die Fragen stellte Susanne Mathes

Einen Gospelchor gründet die evangelische Kirche in Pattonville. Leiten wird ihn .
Nicht nur Projekt, sondern ein festes neues Angebot in der Chorlandschaft: Die evangelische Kirche hat der Gründung eines Gospelchores zugestimmt. Leiterin ist die frühere Dirigentin der A-Cappella-Ladies.

KWZ: Frau von Fuchs-Nordhoff, demnächst gestalten Sie das musikalische Leben in Kornwestheim und Pattonville wieder mit. .

Fuchs-Nordhoff: Ja, und lustigerweise kam die Initialzündung dazu beim Gassigehen mit dem Hund. Ich habe mich mit einer anderen Spaziergängerin unterhalten, und die hat mich gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, einen Gospelchor zu machen, so etwas fehle hier. Ich habe darüber nachgedacht und dann mit Pfarrer Bohner darüber gesprochen. Und er war für diese Idee schnell Feuer und Flamme. Jetzt hat auch der Kirchengemeinderat zugestimmt. Ich freue mich.

KWZ: Von der weltlichen Musik - dem Barbershop - zur geistlichen: Wie geht es Ihnen damit?

Fuchs-Nordhoff: Sehr gut. Auch wenn ich nicht aus der Kirchenmusikszene komme, finde ich den Groove und die Rhythmik der Gospels und Spirituals toll - und auch die tröstlichen Aspekte dieser christlichen Lieder. Das sage ich nicht nur aus der Dirigentenperspektive, sondern auch aus Sängersicht. Ich singe bei den Voices of Peace mit, einem Projektchor der Ludwigsburger Friedenskirche. Das tut gut und macht Wohlbefinden. Davon abgesehen ist es mir wichtig, offen und flexibel zu bleiben und meinen Horizont zu erweitern. Mit meinem Landfrauenchor zum Beispiel mache ich fast ausschließlich die alten Volkslieder. Und Barbershop singe ich weiterhin in einem Quartett. Ich merke immer wieder, wie bunt Musik doch ist und wie man sich einschränkt, wenn man es zu einseitig betrachtet.

KWZ: Müssen die Leute, die beim Gospelchor mitmachen wollen, Noten lesen können?

Fuchs-Nordhoff: Nein, das ist keine Voraussetzung. Auch wenn wir Noten verwenden - die Töne werden in den Proben gelernt und gefestigt. Es ist mir zwar wichtig, einen einheitlichen Klang und Qualität zu schaffen. Aber das soll kein Hochleistungschor werden. Es kommt nicht darauf an, wie viele begnadete Sänger man hat, sondern wie man einen Chor zusammenschweißt. Und ich glaube, da habe ich schon meine Methoden und Mittel. Wir werden auch niemals mit Notenblättern in der Hand auftreten, sondern auswendig singen. Das macht gerade beim Gospelgesang ein ganz anderes Gesamtbild und gibt den Sängern Freiheit.

KWZ: In Pattonville gibt's noch andere Chöre, unter anderem die von Ihnen gegründeten A-Cappella-Ladies. Wird man sich da in die Quere kommen?

Fuchs-Nordhoff: Nein. Die beiden anderen Pattonviller Chöre sind reine Frauenchöre, der Gospelchor wird das nicht sein. Auch unterscheidet sich das Repertoire deutlich voneinander. Pattonville verträgt einen weiteren Chor - der übrigens genauso an Gospels interessierte Kornwestheimer anspricht. Ich finde es außerdem wichtig, dass Chöre einander nicht als Konkurrenz sehen. Auch in der Musik hat jeder Pott seinen Deckel. Dass es dafür in Kornwestheim und Pattonville so vielfältige Angebote gibt, ist doch toll. Natürlich freue ich mich auch, in meinem Wohnort wieder einen Chor leiten zu können - ohne großere Fahrerei zu haben. Und es gibt eine weitere Anknüpfung an Pattonville: In einer früheren US-Siedlung wird in einer früheren US-Kirche Musik gemacht, die aus den USA kommt. Ist doch ein schöner Gedanke.


Gospelchor Der Pattonviller Gospelchor probt erstmals am Montag, 2. März, in der Heiliggeistkirche. Interessierte sind willkommen, Beginn ist um 20 Uhr. Der Chor firmiert unter dem Dach der Kirche, sie finanziert ihn aber nicht. Daher wird ein Chorbeitrag erhoben.