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Evang. Johanneskirche Kornwestheim
Weimarstraße 33, 70806 Kornwestheim

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Johanneskirche

Die markante Johanneskirche liegt zentral in der neuen Stadtmitte nahe Rathaus, Marktplatz, Bahnhof, Katholischer und der ehemaligen Evangelisch-Methodistischen Kirche (Christuskirche) in der Adolphstraße.
Der Seelsorgebereich um die Johanneskirche umfasst derzeit etwa 3200 Gemeindeglieder in den zentralen, südlichen und westlichen Stadtbezirken mit zwei Pfarrstellen. Der Bezirk Süd umfasst rund 1750, der Bezirk Nord rund 1450 Gemeindeglieder.
Der Johannes-Kindergarten liegt im südlichen Einzugsbereich der Johanneskirche. Nachdem die Vorgängerkirche, die "Notkirche" in der Nähe des Bahnhofs (siehe "Geschichtliches"), schon lange aus allen Nähten platzte, konnte am 6. März 1955 das Gemeindezentrum in der neuen Stadtmitte eingeweiht werden. Erbaut von dem Stuttgarter Architekten Prof. H. Seytter ist die Johanneskirche (900 Plätze) das größte nach dem 2. Weltkrieg in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg errichtete Kirchengebäude (41 m lang, 17 m breit, 20 m hoch; Turmhöhe 36 m, Außenverkleidung aus Gönninger Tuffstein). Die farbigen Glasfenster im Chor (wiederkommender Christus, Motive aus Johannesoffenbarung und Johannesevangelium) und über der Empore (Motive aus dem Hohen Lied) sind von W.-Dieter Kohler, das große Kruzifix aus Eichenholz hinter dem Altar von dem Bildhauer Ulrich Henn geschaffen. Der Altarteppich wurde nach dem Entwurf der Stuttgarter Paramentenwerkstätte von Frauen aus der Gemeinde geknüpft, die Wandbilder zu Themen des Glaubens seit 1993 von den Konfirmandenjahrgängen gemalt.
Die Orgel auf der Empore besitzt 37 klingende Register und über zweitausend Pfeifen. Sie wurde im Jahr 1958 von der Firma Walcker, Ludwigsburg, gebaut.Die Kirche ist durch ihre hervorragende Akustik für Kirchenkonzerte besonders geeignet.


Geschichtliches zur ehemaligen Johannesgemeinde

Mit der Salamanderschuhfabrik und dem großen Verschiebebahnhof nahm etwa mit der Jahrhundertwende die Bevölkerung Kornwestheims stark zu. Das Bauerndorf wurde zur Industriestadt. In den neu entstehenden südlichen Stadtgebieten wuchs der Bedarf für eine Kirche. 1921 wurde in Bahnhofsnähe eine Barackenkirche, die sogenannte "Notkirche" eröffnet. 1928 wurde das Pfarrhaus mit Schwesternstation in der Weimarstraße fertiggestellt. Wenige Jahre später folgte ein weiteres Pfarramt, heute in der Mörikestraße. Der erste Pfarrer der Notkirchengemeinde war von 1927 bis 1933 Johannes Frohnmayer. An die Notkirche erinnert eine ständige Ausstellung im Foyer der Johanneskirche.

Die erste Ölkrise 1974 führte in der Johannesgemeinde zu einem neuen Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung. Deshalb wurden die Gottesdienste im Winter in den Gemeindesaal verlegt. In den späten siebziger Jahren und anfang der Achtziger wurde die Johannesgemeinde über Kornwestheim hinaus bekannt durch das Entstehen einer Basisgemeinde (1982 nach Wulfs-Hagenerhütten bei Kiel gezogen) und durch die Schalom-Gottesdienste.
Die Gesamtkirchenpflege, bis dahin im Johannesgemeindehaus untergebracht, zog 1990 in ein neues Gebäude in der Beate-Paulus-Straße. So standen für das Gruppenleben im Gemeindehaus mehr Räume zur Verfügung.