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Evang. Gemeindehaus Thomaskirche KWH
Theodor-Heuss-Straße 52, 70806 Kornwestheim

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Thomasgemeindehaus

Seit 1975 ist das Ökumenische Thomasgemeindehaus Mittelpunkt des Gemeindelebens für evangelische und katholische Christen des "Ostgebiets". Das schlichte Allzweck-Gemeindehaus ist Treffpunkt für Jung und Alt. Eltern-Kind-Gruppen und Jungschar kommen dort genauso zusammen wie der Ökumenische Seniorentreff und die Gottesdienstgemeinden der beiden Konfessionen. Besonders beliebt ist der große Garten. Bei Sommerfesten, Kinderbibelwoche oder Stadtranderholung geht es dort besonders lebhaft zu.
Geschichte
Die Thomasgemeinde war die jüngste und kleinste der ehemaligen Kornwestheimer Teilgemeinden. Sie bzw. der heutige Seelsorgebezirk Thomaskirche umfasst das Wohngebiet östlich der B 27, das in den siebziger Jahren auf der "grünen Wiese" entstanden ist. Zur Seelsorgebzirk gehören zur Zeit rund 1500 Gemeindeglieder, auf Grund des neuen Wohngebiets Neckarpark mit steigender Tendenz.
Geschichte
1973 Einrichtung des Vikariats Ost und Gründung des heute noch bestehenden ökumenischen Seniorentreffs.
1975 Einweihung des Ökumenischen Thomasgemeindehauses.
1977 Wahl des ersten Teilkirchengemeinderats Thomasgemeinde.
1980 Einrichtung eines ständigen Pfarramtes und Investitur von Pfarrerin Wiebke Wähling.
2004 Ökumenischer Umbau des
Impressionen
Als wir 1975 begonnen haben, war alles fein säuberlich getrennt im Ökumenischen Thomasgemeindehaus in Kornwestheim. Es gab zwei Eingänge, einen evangelischen und einen katholischen, zwei Küchen, zwei Jugendräume, zwei Sakristeien und zweimal Toiletten
Nur bei Bedarf, zu größeren Veranstaltungen und Festen, wurde die Trennung aufgehoben, die Trennwand geöffnet - und zu den Gottesdiensten, die wir schon immer im selben Saal feiern, die katholische Gemeinde um 8.30 Uhr, die evangelische um 10.45 Uhr.
Wer das Thomasgemeindehaus erst heute kennen lernt, kann dies kaum mehr glauben, die einstige Trennung kaum noch nachvollziehen. Aber vor über 30 Jahren war das Thomasgemeindehaus eines der ersten ökumenischen Gemeindehäuser. Dass beide Konfessionen überhaupt unter einem Dach leben können, konnten sich damals noch nicht alle vorstellen. Da brauchte es wohl schon zwei Eingänge.
Über die Jahre haben sich die Gemeinden immer mehr angenähert und so war man sich dann beim Umbau des Hauses 2004 schnell einig, dass eine Küche, eine Sakristei auch reichen. Hinzu gewonnen haben wir daür einen größeren Jugendraum, einen schöneren Sakralraum, eine behindertengerechte Toilette. Verloren haben wir nur eine Trennwand.
Vielleicht hat auch unser Namenspatron Thomas, der kleingläubige Zweifler, zu dieser Entwicklung beigetragen. Denn - so ein kurzer Predigtabschnitt beim ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss des Umbaus im Juni 2004 - der zweifelt, der gibt sich nicht so leicht mit den schnellen und einfachen Antworten zufrieden. Wer zweifelt, der fragt lieber noch einmal nach, will es genau wissen. Und gerade solche Menschen braucht es im ökumenischen Miteinander, nicht die, die schon immer alles ganz genau wissen, gar besser als die anderen, nicht die, die auf jeden Frage die dogmatisch korrekte Antwort immer schon parat haben. Für die Ökumene braucht es Menschen wie Thomas, die fragen und sich selbst auch hinterfragen lassen, Menschen, die noch immer auf der Suche sind und nicht immer schon alles besser wissen." Der zweifelnde Thomas also ein echter Ökumeniker? Wir haben ihn im Lauf der Jahre so sehen gelernt.